Erhalt

Restaurierung des Epitaph Johannis Nr. 1920

Derzeit wird das Epitaph mit Mitteln des Vereins restauriert.

Dabei wird die bisher deponierte abgebrochene linke untere Ecke wieder angebracht. Voraussichtlich kann es im Juni 2018 wieder auf dem Grabstein angebracht werden.

Das Epitaph entstand für den Barchentweber Leonhard Spädt und seine Frau Barbara. Unterhalb der Inschrifttafel sind in einem wappenähnlichen Feld drei Weberschiffchen als Handwerksgeräte des Webers angeordnet. Am unteren Rand der 1608 datierten Inschrifttafel ist das Monogramm " I W " eingraviert. Es steht für Jakob Weinmann (1570-1632), den bedeutendster Vertreter dieser Rotgießerfamilie, aus dessen Werkstatt noch heute über 200 Epitaphien auf den Nürnberger Friedhöfen erhalten sind. Er arbeitete nicht nur für finanzkräftige Auftraggeber wie einen Bamberger Domherrn, sondern für alle Bevölkerungsschichten.
Das Spädt-Epitaph gehört zu den schlichteren Exemplaren seiner Gattung, die sich auch ein Handwerker wie der Barchent (ein Mischgewebe aus Leinen und Baumwolle) erzeugende Leonhard Spädt leisten konnte.