Nürnberger Epitaphienkunst und -kultur
Nürnberger Epitaphienkunst und -kultur e.V.

Aktuelles

Dank der finanziellen Unterstützung durch den Nürnberger Epitaphienverein kehren nach fast sechzig Jahren die in den letzten Kriegstagen beschädigten Epitaphien für den Zinngießer Niclas Horchaimer und den Messerschmied Hans Schmid auf den Rochusfriedhof in Gostenhof zurück.

Nürnberger Nachrichten 15.4.2020


Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder MdL besuchte auf Einladung von Sven Heublein, des Vorsitzenden der Nürnberger Epitaphienstiftung, den St. Johannisfriedhof im Januar 2020, um sich vor Ort über die Entwicklungen auf dem historischen Friedhof zu informieren.

Zunächst erläuterte die Nürnberger Stadtheimatpflegerin Dr. Claudia Maué als Mitglied des Epitaphien-Gremiums für die historischen Friedhöfe und als 1.Vorsitzende des Fördervereins Nürnberger Epitaphienkunst und -kultur e.V. anhand der benachbarten Epitaphien des Panzermachers Michel Kobolt und des Großkaufmanns Martin Peller die Bandbreite der gestalterischen Möglichkeiten der Epitaphienkunst. Die Leiterin der Evangelisch-Lutherischen Friedhofsverwaltung, Frau Elfi Heider, informierte ausführlich über die aktuellen Herausforderungen an das Friedhofsmanagement, vor allem die Finanzierung der anstehenden Restaurierungen von Epitaphien und die Sanierung der baufälligen Grüfte.

Der Ministerpräsident sicherte seine Unterstützung bezüglich der Finanzierung der anfallenden Maßnahmen mit Hinweis auf die Bayerische Landesstiftung ebenso zu wie sein Engagement für die Aufnahme der Epitaphienherstellung in das Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Auch nahm er die Anregung von Frau Dr. Maué wohlwollend zur Kenntnis, sich für die Einrichtung einer Ausbildungsstätte für Epitaphienkünstler an der Nürnberger Akademie der bildenden Künste einzusetzen.

Ebenso nahmen Pfarrer Ulrich Willmer von St. Johannis und Georg Reichl als Vertreter der Nürnberger Epitaphien-Stiftung an diesem Rundgang teil.



Auf dem Rundgang
(von links nach rechts):

Ulrich Willmer, Pfarrer in St. Johannis
Sven Heublein, Vorsitzender der Nürnberger Epitaphienstiftung
Ministerpräsident Dr. Markus Söder
Stadtheimatpflegerin Dr. Claudia Maué

Foto: Nürnberger Epitaphien-Stiftung


Einem Bescheid des Bayerischen Staatsministers für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst Dr. Ludwig Spaenle vom 4. Januar 2018 zufolge wird die kulturelle Ausdrucksform "Nürnberger Epitaphienkultur" in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Das Bayerische Landesverzeichnis will die Bedeutung regionaler Traditionen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und die Vielfalt der bayerischen Kultur verdeutlichen.

Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Presseartikel Nürnberger Nachrichten 4.1.2018

Presseartikel Nürnberger Zeitung 14.1.2018

Festakt in Schloss Schleißheim   

In einem Festakt im prachtvollen Großen Saal des Schlosses Schleißheim am 3. Juli 2018 übergab die bayerische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Marion Kiechle die Urkunde für die Neuaufnahme der Nürnberger Epitaphienkunst in das "Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes".



Diese Würdigung für die Nürnberger Epitaphienkunst mit ihrer fünfhundertjährigen Tradition war der krönende Abschluss eines langen Bewerbungsprozesses, der 2014 durch Dagmar Wöhrl MdB a.D. angestoßen und von dem Epitaphienkünstler Tom Haydn als Hauptantragsteller entschlossen aufgegriffen und von Mitstreitern unterstützt wurde.
Eine sechzehn Teilnehmer zählende Delegation - an der Spitze die Kulturreferentin der Stadt Nürnberg, Prof. Dr. Julia Lehner - unterstrich die große Bedeutung der Epitaphienkultur für Nürnberg und war Ausdruck des breiten Rückhalts für dieses in dieser Form einmaligen Kulturguts.

Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

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Bisherige Veranstaltungen

Quellen zur Nürnberger Epitaphienkultur im Landeskirchlichen Archiv
Kirchenarchivoberrat Dr. Jürgen König
In Kooperation mit dem Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg und der Gesellschaft für Familienforschung in Franken
15. Oktober 2019
Landeskirchliches Archiv Nürnberg, Veilhofstraße 8

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Unser Anliegen

Der im Dezember 2015 gegründete Verein Nürnberger Epitaphienkunst und -kultur e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die bis in die Gegenwart lebendige, einmalige und international beachtete Nürnberger Kunstform der Grabinschriften und Gedenktafeln zu erhalten. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

Seit 500 Jahren hinterlassen Nürnberger Bürger durch ihre Epitaphien der Nachwelt individuell gestaltete biografische Botschaften. Rund 6.000 dieser Epitaphien sind auf den historischen Friedhöfen St. Johannis und St. Rochus erhalten. Die Nürnberger Epitaphien bieten als kunst- und kulturhistorische Zeugnisse auf engstem Raum die einmalige Möglichkeit zur Begegnung mit christlicher Symbolik, Heraldik und Formensprache von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Der Verein unterstützt Maßnahmen, die den bestehenden, stetig wachsenden Kulturschatz Nürnberger Epitaphien dokumentieren, die durch Zerfall und Vandalismus beschädigten Epitaphien restaurieren und dieses kulturelle Alleinstellungsmerkmal Nürnbergs in die Zukunft führen.





Was sind Epitaphien?

Ausschnitt aus dem Epitaph für den Nürnberger Großkaufmann Martin Peller († 1629) auf dem St. Johannis-Friedhof in Nürnberg. Der Reiter stellt St. Martin dar, seinen Namenspatron.

Die Vereinsaufgaben

Dokumentation

Unterstützung und Förderung von Maßnahmen für eine zeitgemäße Dokumentation des Epitaphienbestands

Erhalt

Restaurierung von Epitaphien
 

Mehr über aktuelle Restaurierungsmaßnahmen

Netzwerk

Kooperation und Vernetzung mit Gremien der Kirche und des Denkmalschutzs in ganz Deutschland

Ausbildung

Unterstützung von Bestrebungen, die Epitaphienkunst als Ausbildung zu institutionalisieren

öffentlichkeitsarbeit

Kontakt zu Politikern, Meinungsbildern und öffentlichen Einrichtungen

Archiv der bisher erschienenen Presseartikel

Information

Eigene Veranstaltungen
und Unterstützung von Projekten Dritter

Mitglied werden

Mit Ihrer Mitgliedschaft leisten Sie mit wenig Einsatz einen großen Beitrag:

  •   einen einmaligen lebendigen Kulturschatz Nürnbergs zu dokumentieren und zu erhalten,
  •   die Zukunft einer seit 500 Jahren bestehenden Kunstform, die es so nur in Nürnberg gibt, zu sichern,
  •   das Bewusstsein für den Wert und die Besonderheiten der Nürnberger Epitaphien zu steigern.

Sie können zusätzlich zur Mitgliedschaft die fotografische Erfassung eines oder mehrerer Epitaphien nach einem standardisierten Verfahren gesondert unterstützen, oder die Patenschaft für Epitaphien übernehmen, die restauriert werden müssen.

Der Verein übernimmt die Beauftragung für Ihre zweckgebundene Unterstützung. Sie erhalten einen Nachweis über Ihr Engagement und Ihre persönlichen Förderaktivitäten. Sie werden bei zusätzlichen Leistungen auf Wunsch persönlich auf der Homepage des Vereins genannt und als Mitglied regelmäßig über die Aktivitäten des Vereins informiert.

Sie können jederzeit beim Vorstand oder in der jährlichen Mitgliederversammlung Vorschläge für die Mittelverwendung einbringen.

Wissenswertes über Epitaphien

Was sind Epitaphien

Epitaphien - aus dem Griechischen, "am Grab" oder "nahe beim Grab", sind Grabdenkmale für einen oder mehrere Verstorbene. Allgemein versteht man unter Epitaphien gemalte oder plastisch gestaltete Tafeln, die meistens in Kirchen oberhalb der eigentlichen Grabstätte aufgehängt wurden. Nur in Nürnberg bezeichnet man diesem Begriff die reich gestalteten metallenen Relieftafeln auf den liegenden Grabsteinen der alten Friedhöfe. Den strengen Regeln für die Nürnberger Friedhöfe zufolge waren diese Epitaphien der einzige auf den Grabstellen erlaubte Schmuck
Die Epitaphienherstellung garantierte den Nürnberger Gießern - hier Rotschmiede genannt - eine ständige Einnahmequelle. Die wegen ihrer hoch entwickelten Gusstechnik europaweit berühmten Nürnberger Rotschmiede waren teils auch als Modelleure tätig, zogen für aufwändigere und plastisch anspruchsvollere Epitaphien aber auch Bildhauer und Ziseleure hinzu. Ab dem 17. Jahrhundert brachten einige Rotschmiede Signaturen auf ihren Güssen an, während Bildhauer und Ziseleure die Epitaphien in den seltensten Fällen kennzeichneten.


Geschichte, Hintergründe und Details über Epitaphien der Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus

Download PDF


Galerie bemerkenswerter Epitaphien auf den Nürnberger Friedhöfen St. Johannis und St. Rochus.

Galerie


Pläne der Nürnberger Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus.
 

Friedhofspläne (Gesamtübersicht)

Detailplan St. Johannis

Detailplan St. Rochus

Kontakt

Schreiben Sie uns, wenn Sie mehr wissen oder dabei sein wollen:
info@epitaphienkultur.de

Nürnberger Epitaphienkunst und -kultur e.V.
Kaulbachstr. 35, 90408 Nürnberg

Kontakt: Dr. Claudia Maué
Vorsitzende
claudia.maue@web.de


Bankverbindung: Flessabank, Bucher Straße 49, 90419 Nürnberg
IBAN: DE64 7933 0111 0000 5101 43